24.08.2017
KLIMA- UND ENERGIEFONDS

Solarthermie-Förderaktionen nutzen

Noch bis 22. September kann man die Förderaktion für solarthermische Groß-Anlagen nutzen. Ein weiteres Förderprogramm umfasst das Demoprojekt Solarhaus – 100 % Heizen mit Sonnenkraft.

 

Fördergeld gibt es bis 22.09.2017 (12 Uhr) 
für solarthermische Groß-Anlagen bis 
10.000 m² Fläche und für Sonnenhäuser.
Bild: GREENoneTEC/ESTIF 
 

 

Die Solarwärme-Branche ist ein wichtiger Industriezweig für die heimische Wärme- und Warmwasserversorgung. Im internationalen Vergleich gehört Österreich bei der Pro-Kopf-Installation weltweit zu den führenden Ländern. Mit den nun startenden Förderaktionen des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) soll das Potenzial von solarthermischen Anlagen für Gewerbe, Nah- und Fernwärme, Industrie und im privaten Wohnbereich stärker erschlossen werden. Das Förderbudget für beide Aktionen beträgt 2,9 Mio. Euro.
Umweltminister Andrä Rupprechter: „Zur Energiewende gehört auch die Umstellung im Bereich der Wärmeaufbringung. Diese wird durch die beiden Solarthermie-Förderaktionen des Klima- und Energiefonds vorangetrieben.“ 

Förderprogramm Solarthermie – solare Großanlagen
Das Förderprogramm „Solarthermie – große Solaranlagen“ ist seit Jahren ein wichtiger Förderschwerpunkt des Klima- und Energiefonds. 2015 wurde das Programm evaluiert und basierend auf den durchwegs positiven Evaluierungsergebnissen neu ausgerichtet. Diese erfolgreiche Positionierung wird beibehalten. 
Hinzu kommt, dass der Klima- und Energiefonds die Möglichkeit eröffnet mit einem Förderantrag auch EU-Kofinanzierungsmittel zu lukrieren. Dadurch steht mehr Geld für Heimische Projekte zur Verfügung. Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Um die Wärmewende rasch voran zu treiben, fördern wir gezielt Anlagen bis 10.000 m2 Fläche. Mit der Förderungen innovativer, großer Solaranlagen erschießen wir neue Anwendungsbereiche – vom Tourismus über die Landwirtschaft bis hin zur Industrie, um nur einige zu nennen. Nun können wir dank der EU-Kofinanzierung zusätzliche Förderanreize bieten.“
Konkret fördert der Klima- und Energiefonds große Solaranlagen bis 10.000 m2 in vier Schwerpunkten:
- Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben
- Solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgung
- Hohe solare Deckungsgrade in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
- Neue Technologien und Innovative Ansätze
Die Ausschreibung „Solarthermie – Solare Großanlagen“ ist seit 19.04.2017 bis 22.09.2017 geöffnet. Die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis 22.09.2017 um 12:00 Uhr online bei der Kommunalkredit Public Consulting einlangen.

Förderprogramm Demoprojekte Solarhaus
2014 wurde das Förderprogramm „Demoprojekt Solarhaus“ gestartet. Gefördert werden innovative solarthermische Anlagen im Ein- und Zweifamilienhaus, die mindestens 70 % des Gesamtwärmebedarfs decken. Die innovativsten Projekte werden wissenschaftlich begleitet, um die technologische Weiterentwicklung von Solarhäusern zu beschleunigen und vorhandene Konzepte zu verbessern.
Ingmar Höbarth: „Der Gebäudesektor ist für gut ein Drittel der heimischen Emissionen verantwortlich. Mit diesem Exzellenzprogramm Solarhäuser gehen wir im Bereich erneuerbare Wärme in die Offensive für eine kluge Energiewende. Wir bringen solare Ein- und Zweifamilienhäuser auf den Markt, die im Sommer und Winter mit der Sonne bis zu 100 Prozent beheizt werden können. Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.“
Die Ausschreibung „Demoprojekte Solarhaus“ ist ebenfalls bis zum 22.09.2017 geöffnet. Die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis 22.09.2017 um 12:00 Uhr online bei der Kommunalkredit Public Consulting einlangen.

www.klimafonds.gv.at
www.umweltfoerderung.at